KAMPAGNEN, KARNEVAL & KAISERSLAUTERN

Stadtgarde übernimmt Lauterer Stadtschlüssel

„An die Waffen und antreten zum Appell!“ Wenn es so durch das voll besetzte Theodor-Zink-Museum schallt, hat die Stadtgarde Kaiserslautern wieder zum alljährlichen Regimentsappell geladen. In diesem Jahr ging es dann noch schwungvoller zur Sache, handelte es sich doch um die erste Veranstaltung im Jubiläumsjahr der Truppe.

Im Zentrum des diesjährigen Regimentsappells stand das elfjährige Bestehen der Stadtgarde, das erste karnevalistische Jubiläum des noch relativ jungen Vereins. Traditionsgemäß hatte die Stadtgarde auch in diesem Jahr zum Auftakt in „ihre gute Stube“ in der Altstadt eingeladen. Neben dem Regimentsappell ist der Verein hier auch regelmäßig während der „Langen Nacht der Kultur“ wie auch während des Altstadtfestes tätig.

Die Besucher erwartete auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm. Im Mittelpunkt war denn auch die Vorstellung des neuen Jahresordens durch Kommandant Klaus Anstädt und Vize-Kommandant Freddi Anstädt zu finden, der für die Idee und den Gestaltungsvorschlag des diesjährigen Ordens erneut verantwortlich ist. Zum Jubiläum gab es ein außergewöhnliches Exemplar in Form eines aufklappbaren Buches, in dem die Motive der bisherigen Jahresorden zu sehen sind. Nachdem die Stadtgarde ihren Ursprung bei den ehemaligen Garden während der napoleonischen Zeit begründet, hat sie sich bereits seit vielen Jahren zum Ziel gesetzt, historische Orte und Plätze ihrer Heimatstadt, an denen auch die Stadtgarde in der Vergangenheit bis zur Gegenwart aktiv war und ist, mit einem Orden zu ehren. So waren bis jetzt u. a. die Marktstraße, der Schillerplatz, der Martinsplatz und nicht zuletzt das Theodor-Zink-Museum als „kulinarisches Hauptquartier“ der Stadtgarde und die Fruchthalle als kulturellem Treffpunkt der Gardisten entsprechend geehrt worden.

Neben Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhard wurde auch der Landtagsabgeordnete und SPD-Stadtrats-Fraktionschef Andreas Rahm als einer der ersten mit dem Orden ausgestattet. „Den nehme ich mit nach Mainz, damit sie dort einmal sehen, was wir Lauterer in Sachen Fastnacht alles können.“, verkündete der Landtagsabgeordnete. So ein Orden in Buchform sei ja noch nie da gewesen.

In ihrer Jubiläumskampagne „eroberten“ die Stadtgardisten am vergangenen Samstag auch den Stadtschlüssel und erhalten somit bis Aschermittwoch die Schlüsselgewalt über das Rathaus und alle Nebengebäude. Jedoch waren hier keine Kampfhandlungen notwendig, Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhard hatte sich den „tapferen Recken“ bereits im Vorfeld ergeben und den Stadtschlüssel direkt mitgebracht und ausgehändigt. Mit dem Schlüssel, der auch zur Fruchthalle passe, könne diese nun erfolgreich für die große Gala-Sitzung am 4. Februar 2017 gestürmt werden, unkte Sitzungkommandant Julius Messemer.

In ihrem Jubiläumsjahr erhielt die Stadtgarde im Rahmen des Regimentsappells außerdem ihre neue Standarte, die natürlich standesgemäß übergeben und „geweiht“ werden musste. Das Zeremoniell der karnevalistische Fahnenweihe übernahm hierbei „General Franz vom und aus dem Bruch“, im bürgerlichen Leben  Andreas Franz von den Ramsteiner Bruchkatzen. Hierzu musste er denn auch zunächst die gardistische Disziplin der angetretenen Gardisten prüfen und stellte wortgewaltig noch einigen Optimierungsbedarf fest. Unter dem Jubel der Anwesenden wurden dabei von ihm insbesondere die beiden neuen Löwenträger Julius Messemer und Heiner Giess in Visier genommen und entsprechend erst hochprozentig „getauft“. Ein humoristisches Highlight gelang Franz dann mit dem Befehl an Neu-Löwenträger Gies zur Ehrenrunde huckepack mit dem „ranghöheren Goldenen Löwen mit Brillant“ Messemer. Im Hinblick auf die Entlastung des gestressten Sanitätsbataillons besann er sich jedoch noch und schickte den Sitzungskommandanten zur entsprechenden Fitnessprüfung durch die Reihen der Scheune.

Musikalisch umrahmt wurde das Programm durch die inzwischen überregional bekannten „Humbabuwe“, die ebenfalls ihren neuen Titel „Wir sagen Go!“ vorstellten. Als besondere Überraschung wurde dann Vize-Kommandant und „Humbabu“ Freddi Anstädt während des Auftritts der Gruppe von dem Bezirksvorsitzenden der Wefa Peter Schwiewager und Karl Schütz mit der goldenen Ehrennadel der Vereinigung badisch-pfälzischer Karnevalsvereine ausgezeichnet. Diese Ehrung erfolgte für die besonderen Verdienste, die Freddi Anstädt bereits seit vielen Jahren sowohl für den Verein als auch die Pfälzer Fastnacht erbringt. Er ist immer umfassend und engagiert für die Organisation von Veranstaltungen und in der praktischen Vereinsarbeit aktiv und dabei für A wie Altstadtfest bis O wie Orden stets bei der Planung und Umsetzung zuständig.

Erstmals traten auch die beiden neuen Tanzmariechen des Vereins auf. Die elfjährige Aileen Diller und die vierzehnjährige Lea Müller tanzen seit Herbst 2016 als Tanzmariechen und werden von Esther Marioneck trainiert. Als weitere Premiere präsentierte sich die neue Tanzgruppe der „Draumdänzer“ mit ihrem „Alpenrock“. Einen Augenschmaus boten außerdem die beiden Auftritte von Bauchtänzerin Shazadi, im bürgerlichen Leben Ramona Marischka vom CV Donsieders.   
 

 

 

Impressionen von der Gemeinschaftssitzung

 

 

Regimentsappell der Stadtgarde 2014

Anfang Januar startete die Stadtgarde mit ihrem Regimentsappell traditionsgemäß in das neue Jahr. Dabei war die Scheune des Theodor-Zink-Museums wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Zahlreiche Vertreter aus Politik und dem öffentlichen Leben waren der Einladung ebenfalls gefolgt ebenso wie eine große Zahl an Abordnungen von Karnevalsvereinen aus Kaiserslautern und den umliegenden Regionen.

So zogen die Stadtgardisten sowie ihre Marketenderinnen wieder unter den Fanfaren der Stadtgarde Augusta Treverorum aus Trier ein und begrüßten Ihre Gäste.

Im Mittelpunkt stand die Vorstellung und anschließende Verleihung des Jahresordens, den in diesem Jahr mit der Fruchthalle die „gute Stube von Lautern“ ziert. Kommandant Klaus Anstädt und Vize-Kommandant Freddi Anstädt beleuchteten in ihrer Rede die abwechslungsreiche Geschichte der Fruchthalle und brachten selbst noch eingesessene Lauterer mit einigen Anekdoten zum Staunen. Neben ihrem ursprünglich geplanten Zweck als Platz zum geschützten Abhalten des Lauterer Fruchtmarktes diente sie im Laufe ihrer Geschichte auch als Schauplatz politischer und kultureller Veranstaltungen verschiedenster Art bis hin zur temporären Heimstatt des durch einen Brand zerstörten Theaters. Ein weiteres Highlight stellte die Pfälzische Industrieausstellung in den Räumlichkeiten der Fruchthalle dar, ehe sie 2014 die Heimstatt für die Stadtgarde und Auftritte ihrer „Humbabuwe“ bei der großen Gemeinschaftssitzung am 8. Februar 2014 bietet. 

Ein weiterer Höhepunkt war die Ernennung des Zivilisten Michael Diller zum „Major Michael von Diller zum Hofe des Einsiedlers“ der Stadtgarde. Ausgestattet mit Säbel und Uniform verstärkt er nun den Kreis der Stadtgardisten. Außerdem wurden Bob Mency, Lothar Lehner und Volker Frings, alle langjährige Unterstützer und Freunde der Stadtgarde, als Majore in das neu gegründete Ehrenbataillon aufgenommen. Sie gelobten in dieser Aufgabe die Stadt gegen Griesgrämigkeit, Muckertum und Missmut zu verteidigen.  

Daneben erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz und unterhaltsamen Vorträgen. Dazu gehörten u. a. die atemberaubende Tanzdarbietung der amtierenden Sultana Patricia (Patricia  Stephan), musikalische Unterhaltung durch die Augusta Treverorum, Ex-Prinz Michael der KG Narrensänger und Bob Mency, der mit seiner klangvollen Stimme wieder Akzente setzte. Weitere Attraktionen stellten die Vorträge von Heiner Gies, der als Schiedsrichters aus dem Nähkästchen plauderte, passend zum WM-Jahr und des „Nörgel-Günthers“, beide Aktive der Stadtgarde, dar. Tänzerisch umrahmt wurde das Programm außerdem durch den vereinseigenen Nachwuchs der beiden Tanzmariechen Celine Muminovic und Tamara Walter, ehe dann die „Humbabuwe“ in gewohnter Manier die Scheune des Theodor-Zink-Museums wieder zum Beben brachten.

 

Klaus Anstädt mit Goldenem Löwen geehrt

Unser Kommandant Klaus Anstädt wurde in diesem Jahr mit dem „Goldenen Löwen“ für seine langjährigen Verdienste ausgezeichnet. Mit dieser hohen  Ehrung der Vereinigung Badisch-pfälzischer Karnevalsvereine werden Aktive ausgezeichnet, die sich mindestens elf Jahre in ununterbrochener Reihenfolge als Präsident, Vorsitzender oder Sitzungspräsident oder mindestens 22 Jahre in ununterbrochener Reihenfolge aktiv um Fasnacht und Brauchtum bemüht bzw. eingesetzt haben.  

Klaus Anstädt ist seit 1993 aktiv für den Lauterer Karneval tätig. Erste Station war hier der Karnevalverein Kaiserslautern 1838 e. V. Hier war er zunächst Mitglied im Großen Rat und in Rahmen dieser Tätigkeit auch einige Jahre als Zeremonienmeister wie auch als Schriftführer und „Hoffotograf“ im Präsidium tätig. Zusätzlich gehört er zu den Mitbegründern des ersten Männerballetts.

2006 gehörte er dann zu den Gründungsmitgliedern der Stadtgarde Kaiserslautern 2006 e. V. und setzte sich hier von Anfang an für die Ideen und gesteckten Ziele des Vereins ein. Seit 2009 steht er der Stadtgarde nun als allseits geachteter und geschätzter Kommandant vor. Seit seiner Gründung vor drei Jahren ist er außerdem aktives Mitglied unseres Aushängeschildes der „Humba Buwe“, die sich mittlerweile bereits im Verbandsgebiet erfolgreich einen Namen gemacht haben wie auch der Auftritt im Rahmen der diesjährigen Löwenverleihung gezeigt hat.

 

Mit drei donnernden "Kalau!" in die neue Kampagne

Am vergangenen Sonntag startete die Stadtgarde Kaiserslautern 2006 e. V. mit einer gemeinsamen Eröffnungsveranstaltung in die neue Kampagne. Mit einem schwungvollen Programm unterhielten die fünf veranstalteten Vereine die zahlreich erschienen Karnevalisten bis in den frühen Nachmittag.

Gemeinsam mit den Ex-Tollitäten der Stadt Kaiserslautern, der Karnevalsgesellschaft Narrensänger, des KC Rot-Weiß und des VMC startete die Stadtgarde erneut gemeinsam in die neue Karnevalskampagne 2013/14. Pünktlich um 11.11 Uhr hielten die Fastnachter Einzug und begrüßten die zahlreich erschienen Karnevalisten in der bis zum letzten Platz besetzten Halle in der Lothringer Dell. 

Standesgemäß eröffnet wurde die fünfte Jahreszeit dann mit dem Fassbieranstich durch Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel, der den gelben Gerstensaft gekonnt mit zwei Schlägen zum Sprudeln brachte und es sich auch nicht nehmen ließ, die ersten Krüge selbst zu füllen.

Es folgte eine abwechslungsreiche Mischung an Büttenreden, Tänzen und Gesangsdarbietungen, die kaum einen der anwesenden Karnevalisten auf den Sitzen verharren ließ. So brachten die zahlreich angetretenen Guggenmusiker der „Huddelschnuddler“ aus Ludwigshafen die Halle auch direkt zum Kochen. Weitere Höhepunkte waren die Auftritte der Ex-Tollitäten der Stadt Kaiserslautern, der Garden des KC Rot-Weiß und des VMC sowie von Ex-Prinz Michael von den Narrensängern.

Die Stadtgarde war mit ihrem Nachwuchsredner Denis Heinrich alias „De Nörgel Günther“ vertreten. Und das furiose Finale gestalteten schließlich die „Humbabuwe“ der Stadtgarde mit einem Potpourri ihres Liedrepertoires und brachte mit Liedern wie „Die Fasenacht“ die Stimmung zum Abschluss nochmals zum Kochen.

    

 

Regimentsappell der Stadtgarde Kaiserslautern

Mit Beginn des neuen Jahres möchte auch die Stadtgarde aktiv in die neue Kampagne starten und lädt deshalb heute zum alljährlichen Regimentsappell in die Scheune des Theodor-Zink-Museums ein. Die Besucher erwartet neben einem abwechslungsreichen Musik- und Unterhaltungsprogramm auch die Vorstellung des neuen Jahresordens. Als Höhepunkt der Veranstaltung erfolgt die Übergabe des Stadtschlüssels durch den Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel.

Erwartet werden ebenfalls Vertreter des Stadtrates, befreundeter Karnevalsvereine aus Kaiserslautern und den umliegenden Regionen sowie weitere Ehrengäste.
Der aktuelle Jahresorden der Stadtgarde zeigt den heutigen Veranstaltungsort, das Lauterer Theodor-Zink-Museum im Herzen der Altstadt. Der Wahl, als diesjähriges Ordensmotiv, lagen sowohl die Würdigung der kulturellen Arbeit und die Bedeutung des Museums für die Stadt Kaiserslautern als auch die Historie des Gebäudekomplexes der Steinstraße 48 zugrunde. Ursprünglich boten diese Gebäude Reisenden und Bürgern die Gelegenheit zum Aufenthalt und zur Stärkung, wissen Kommandant Klaus Anstädt  und Vize-Kommandant Freddi Anstädt zu berichten. Erbaut als Fuhrmannshof „Zum Rheinkreis“ in der Nähe des Mainzer Stadttores lag er direkt an der „Grande Route Imperiale“. So wurde er ebenfalls zum Quartier der Gardisten bei der Sicherung der Stadtgrenze. Dies lässt die Stadtgarde seit einigen Jahren nun wieder erfolgreich aufleben und hat sich das Theodor-Zink-Museum zu seiner „zweiten Heimat“ erkoren. Das zeigt sie sowohl bei den alljährlichen Regimentsappellen wie auch zahlreichen anderen Veranstaltungen und allen voran dem Altstadtfest immer wieder.

Daneben erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz und unterhaltsamen Vorträgen. Dazu gehören u. a. Tanzdarbietung von Patricia  Stephan (CVP Pirmasens), musikalische Unterhaltung durch die Augusta Treverorum, die Extollitäten KVKaiserslautern e. V. und Bob Mency sowie Vorträge der Stadtgarde-Aktiven Heiner Gies und Julius Messemer. Weitere Attraktionen  bieten die Vereidung der neuen Stadtgardisten durch Oliver Sauer sowie die Premiere der neuen Gesangstruppe der Stadtgarde, den „Humbabuwen“.
Als Höhepunkt erfolgt dann die Übergabe des Kaiserslauterer Stadtschlüssels durch Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel an den Kommandanten Klaus Anstädt. Damit erhält die Stadtgarde in diesem Jahr bis zum Ende der Kampagne an Aschermittwoch die Herrschaft über die Barbarossastadt.

 

Erste Regentschaft erfolgreich beendet

An Aschermittwoch lud die Stadtgarde Kaiserslautern zum traditionellen Heringsessen im Vereinslokal, dem Restaurant „Kaisermühle“, ein. Zusammen mit Freunden und Gönnern hatten sie im Rahmen eines gemütlichen Zusammenseins die diesjährige Kampagne beendet.
Im Laufe des Abends erfolgte auch die Rückgabe des Stadtschlüssels an Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt, die als Ehrengast ebenfalls teilnahm. Kommandant Klaus Anstädt verwies „zwinkernd“ darauf, dass er den Schlüssel während der Stürmung der „privaten Bundesbank“ am Rosenmontag extra mitgenommen habe, um ihn wieder einmal den „Duft des Geldes“ schnuppern zu lassen. „Wir hoffen, dass noch etwas Goldstaub für das Stadtsäckel daran hängen geblieben ist“, schloss er seine kurze Ansprache.
Dr. Wimmer Leonhardt dankte für die Verwahrung und gute Regentschaft während der „tollen Tage“. Hocherfreut zeigte sie sich über die nachträgliche Überreichung des Jahresordens, den in diesem Jahr das Theodor-Zink-Museum zierte. Die Stadtgarde wollte damit insbesondere auch die Bedeutung des ehemaligen Fuhrmannsgasthofes als kulturelle Einrichtung für die Stadt Kaiserslautern betonen. „Als zuständige Dezernentin freut es mich natürlich besonders, dass das Theodor-Zink-Museum in diesem Jahr als Ordensmotiv ausgewählt wurde“, dankte sie der Stadtgarde und ergänzte, dass sie sich bereits heute auf den nächsten Regimentsappell freue. 

Foto: Zahlmeister Julius Messemer, Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt, Kommandant Klaus Anstädt und Vize-Kommandant Freddi Anstädt (v.l.n.r.)